Interview auf humanresourcesmanager.de: 35 Grad und kein Wasser

Liebe Leser,

heute ist auf humanresourcesmanager.de ein Interview mit mir erschienen. Deshalb an dieser Stelle: vielen Dank fürs Lesen, Teilen, Kommentieren, Verlinken,  die „Schützenhilfe“, Unterstützung etc.! Ich freue mich sehr über so viel Resonanz!

Hier ist der Link zur Seite:

http://www.humanresourcesmanager.de/ressorts/artikel/35-grad-und-kein-wasser-9201

Liebe Grüße, Sandra

4 Kommentare


  1. Liebe Sandra,

    ich bin heute über eine ehemalige Kollegin auf Deinen Blog aufmerksam geworden und muss sagen, dass ich mich sehr darüber gefreut hab: Auch ich bin Personalerin, aktuell auf Jobsuche und kann nur noch ungläubig staunen über all die Dinge, die einem die Kollegen aus dem Personalbereich teilweise offenbaren.

    Nachfolgend ein paar „Highlights“ aus meiner Bewerbungsphase:

    – „35 Grad und kein Wasser“: Ja, auch mir ist dies vor Kurzem widerfahren. Ich weiß ja nicht wie lange Dein Gespräch gedauert hat, aber bei mir waren es ganze 2,5 Stunden 🙁

    – Ganz besonders interessant fand ich den Bewerbungsprozess eines Unternehmens, welches mich nach Eingang meiner Onlinebewerbung kontaktierte, mich darüber informierte, dass mein Profil sehr interessant sei und mich bat meine Unterlagen jedoch nochmal in Papierform einzureichen, da man nur so eine qualifizierte Einschätzung vornehmen könne. Nachdem ich die Unterlagen dementsprechend 1:1 ausgedruckt, persönlich unterschrieben und in einer entsprechenden Mappe an das Unternehmen gesandt hatte, erhielt ich dann nach ca. 3 Wochen eine ABSAGE mit der Standard-Begründung, man „könne mir derzeit keine meinen Qualifikationen entsprechende Position anbieten.“ Ich kam mir ganz schön veräppelt vor!

    – Das respektloseste Verhalten gegenüber mir als Bewerberin habe ich bisher im Rahmen einer Einladung zum Telefoninterview eines namhaften Unternehmens aus Berlin erlebt: Die Einladung zum TI erfolgte bereits kurz nach meiner Bewerbung. Um in Ruhe telefonieren zu können nahm ich an besagte Tag ein paar Überstunden von meinem Gleitzeitkonto und ging früh nach Hause. Dort wartete ich dann auf den Telefonanruf…und wartete…und wartete…vergeblich. Auch auf meine Emails und Anrufversuche – keine Reaktion – 3 Wochen lang. Ich hatte schon längst mit der Bewerbung abgeschlossen, da meldete man sich doch noch und bat um einen erneuten Termin. Ich hatte mich aufgrund des Vorspiels schon längst gegen das Unternehmen entschieden, wollte mir das Telefonat jedoch nicht entgehen lassen: Ich war einfach zu neugierig auf die Entschuldigung. Und, was glauben Du? Es kam keine! Stattdessen: „Wir hatten glaub ich schon mal einen Termin verpasst, oder?!“ Ich: „Hmm!“ Personalerin: „Tja, was soll ich sagen… . Es war einfach eine stressige Zeit.“ Ich dachte ich fall vom Hocker! Ich -damals noch in Lohn und Brot- hatte mir extra trotz stapelweise Arbeit auf meinem Schreibtisch einen halben Tag frei genommen und musste mir dann sagen lassen, dass man zu beschäftigt gewesen war, um den Termin mit mir wahrzunehmen? Und dann war man dann auch noch drei weitere Wochen so dermaßen beschäftigt, dass man weder den Telefonhörer abnehmen, noch auf meine Emails antworten konnte?! Auch wenn es für all das eine gute Erklärung gegeben hätte, hätte ich doch zumindest eine Entschuldigung erwartet. Nix dergleichen. Dementsprechend schnell war das Telefonat dann auch wieder beendet.

    – Überraschend häufig ist mir leider in den letzten 6 Monaten widerfahren, dass Unternehmen mich zum Gespräch einladen und am Ende des Gesprächs versuchen meine Gehaltsvorstellungen zu drücken, obwohl ich diese bereits pflege im Anschreiben mitzuteilen. Daneben muss ich erwähnen, dass sich meine Gehaltsvorstellungen an meinem letzten Gehaltspaket orientieren und daher keinesfalls Utopie sind – was man mir immer wieder gerne versucht zu vermitteln. Für mich ein absolutes No-Go: Passen die Gehaltsvorstellungen des Bewerbers nicht zum Gehaltsbudget, dann kann der Bewerber im weiteren Prozess leider nicht weiter berücksichtigt werden. Keinesfalls rufe ich den Bewerber an und frage nach der „absoluten unteren Schmerzgrenze“ oder lade den Bewerber gar ein um ihm dann mitzuteilen, dass er mir eigentlich zu teuer ist. Was wirft das bitte für ein Licht auf das Unternehmen?!

    – Sehr irritiert hat mich das Erstgespräch bei einer Unternehmensberatung in Frankfurt am Main: Ich hatte bereits mit der Recruiterin ein sehr ausführliches und auch angenehmes Gespräch geführt und war nun vor Ort eingeladen. Die Stellebeschreibung passte meiner Meinung nach sehr gut auf mein Profil und ich hatte ein gutes Bauchgefühl. Tja, und dann saß ich im Gespräch, schaute in 3 emotionslose, starre Gesichter, erzählte meinen Lebenslauf….und durfte danach (nach 20 Minuten!!!) ohne weitere Fragen beantwortet zu haben wieder gehen. Dass der Bewerber kein Bittsteller ist, sondern auch das Unternehmen für sich werben muss und im Bewerbungsgespräch eine möglichst angenehme Gesprächsatmosphäre herrschen soll hatte man hier wahrscheinlich noch nicht gehört. Und einen Bewerber nach 20 Minuten wieder nach Hause schicken? Nie im Leben, einfach schon aus Respekt nicht!

    Glücklicherweise hatte ich dazwischen auch wirklich gute, professionelle Gespräche. Allerdings ist mir aufgefallen, dass man es auch bei fast allen dieser Unternehmen nicht schafft, sich nach dem Gespräch innerhalb des dem Bewerber genannten Zeitraums beim Bewerber zurückzumelden. Ich habe es bei 15 Unternehmen bisher nur ein einziges Mal erlebt, dass der Gesprächspartner mir ganz offen sagte, dass man mir keinen genauen Zeitpunkt nennen könne, da immer was dazwischenkommen könne, man jedoch sehr bemüht sei, mir so schnell wie möglich Rückmeldung zu geben. Selbstverständlich könne ich mich aber auch jederzeit melden. Eine absolut offene und faire Ansage, wie ich finde.

    Auch ein persönliches (AGG-konformes!) Feedback in Anschluss an die Gespräche habe ich bisher nur ein einziges Mal bekommen. Bei meinem vorletzten Arbeitgeber war dies nach dem Zweitgespräch Standard und ich bin der Meinung dies ist das mindeste, was man einem Bewerber mit auf den Weg geben sollte, der Zeit und Mühe in seine Bewerbung investiert hat, dem man dann aber leider doch letztendlich absagen muss.

    Liebe Sandra, ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg bei Deiner Jobsuche und freue mich schon auf weitere Anekdoten in Deinem Blog.

    Viele Grüße sendet Dir
    Julia

    Antworten

    1. Hallo Julia,

      danke für deinen Beitrag! Ich bin schon dabei, die nächsten Anekdoten zu schreiben 🙂 Aber mir geht es auch wie dir, ich mache sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen während meines Bewerbungsprozesses. Die negativen sind dabei aber leider oft immer echte „No Go´s“ und man kann kaum glauben, wie gearbeitet wird. Ich drücke dir auf jeden Fall auch die Daumen, dass du auch den passenden Job für dich findest. Halt mich auf dem Laufenden! 🙂

      Liebe Grüße
      Sandra

      Antworten

  2. Hallo Sandra,

    habe heute deinen Blog entdeckt und bin begeistert!

    Tolle erfrischende und offene Sicht, die du auf diese tatsächlich oft entäuschende Phase des Jobsuchens hast.

    Leider bin ich aber teilweise gar nicht überrascht, über die negativen Dinge, die du da erlebst.

    Ich wünsche dir natürlich viel Erfolg beim Job finden, aber bitte mache mit deinem Blog weiter auch wenn du wieder „auf der anderen Seite“ bist!

    Liebe Grüße

    Ben von

    Antworten

    1. Hallo Ben,
      vielen Dank! Freue mich dass mein Blog dir gefällt! Ich werde auf jeden Fall weiter bloggen :-), auch wenn sich der Blickwinkel wieder ändert. Liebe Grüße, Sandra

      Antworten

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